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Großmutter

 

Meine Urgroßmutter 55 Justine Weiss, geborene Otto heirate meinen Urgroßvater 54 Christoph Weiss als sie 15 Jahre alt war. Das war wahrscheinlich auch damals etwas ungewöhnlich. Was heute ungewöhnlich ist, ist daß man so etwas regulieren will.

Von ihrer Tochter Wilhelmine wurde immer gesagt, sie habe 10 Kinder, aber Justine Weiss hatte 16 Kinder; sie hatte also zwei Besonderheiten, einmal hat sie sehr jung geheiratet und zweitens hatte sie ungewöhnliche viele Kinder.

Meine Großmutter 56 Wilhelmine Mattern, geborene Weiß, die Frau meines Großvaters 37 Leopold Mattern, die Tochter von Justine Weiss, war auch eine ungewöhnliche Frau, und das dadurch, daß sie 10 Kinder hatte. Auch das war damals ungewöhnlich.

Als Kind habe ich einmal eine Mutter-Medaille gefunden, von der ich wußte, das sie meiner Großmutter vom Staat verliehen worden war, und das eben deshalb, weil sie so viele Kinder hatte.

Als ich jetzt die Familien-Unterlagen studierte, fand ich diese Aussage über die Kinder von Leopold Mattern und Wilhelmine, geborene Weiß:

12 Kinder in Kranthau geboren (Zwillinge Ernst u. Emma klein verstorben)

Hiernach hatte Großmutter also 12 Kinder geboren, in Kranthau.

In einem Nachtrag heißt es dann: ('Zwillinge' = streichen!).

Demnach waren da also 2 Kinder, aber es waren keine Zwillinge.

Jetzt folgt ein Auszug aus einem Bericht den ihre Enkeltochter, Waltraud Hilke, am 24. Juli 2005 geschrieben hat. Waltraut ist die Tochter von Grete Gehrmann und Grete ist die zweite Tochter meiner Großmutter, die zweite von sechs Töchtern, wo meine Mutter die dritte ist.

Waltraud ist das älteste Großkind meiner Großmutter. Hier nun ihr Bericht:

Seite I

Wilhelmine verliebte sich als junges Mädchen in einen Mann, einen jungen Mann, der ihrem Vater nicht genehm war. Es warb um sie der zehn Jahre ältere Landwirt Leopold Mattern aus Kranthau. Sie aber war schwanger und gebar einen Sohn, Leopold wollte sie trotzdem zur Frau, so heirateten sie am 6. Dezember des Jahres 1894 und sie zog auf den Hof in Kranthau, zu der Zeit noch im Dorf Kranthau gelegen. Der kleine Junge verunglückte während der Erntezeit, er spielte hinter einem hochbeladenen Fuder mit Garben, der Wagen rollte rückwärts und tötete das Kind.

Wilhelmine wurde wieder schwanger, doch es kam zu einer Fehlgeburt und sie verlor die Zwillinge Ernst und Emma.

Am 21. Dezember 1897 kam die Tochter Ida zur Welt. Ihr folgten 1899 Grete, 1900 38 Lina, Fritz 1901, Osswald 1903, Emma 1905, Gertrud 1913, Bruno 1916 und Edith 1918.

In dem Bericht von Waltraud fehlt Franz, der 1909 geboren wurde.

 

Nachtrag zu den "Zwillingen" Ernst und Emma
NameGeburtsdatumSterbedatum
Johann Ernst Mattern 24.06.1895 02.12.1897
Auguste Emma Mattern 10.08.1896 02.04.1897
Siehe Ernst und Emma klein verstorben.

 

Von den Kindern der Brüdern meiner Mutter habe ich am besten die Kinder von Oswald kennengelernt, drei Söhne. Der jüngste Sohn, Hans Oswald, geboren am 13.1.1938 in Elbing, schenkte mir sein Luftgewehr. Das war etliche Jahre nach dem Krieg und war schon etwas Besonderes.

Waltraud erhielt dieses besondere Wissen über das erste Kind unserer Großmutter wahrscheinlich von ihrer anderen Großmutter, denn ihre beiden Großmütter stammten aus dem selben Dorf, Himmelforth.

Meine Großmutter hat also mindestens 13 Kindern das Leben gegeben.

Meine Erinnerung an sie ist, daß sie am Spinnrad saß. Und daß sie mir gelehrt hat, die Schnürsenkel meiner Schuhe zu schnüren und dabei sehr geduldig war.

Einmal saß ich am Küchentisch und sie saß links neben mir. Ich war damals so etwa 8 Jahre alt. Ich stütze meinen linken Ellbogen auf den Tisch und dann meine Kopf auf die linke Hand. Sie nahm meinen linken Unterarm, hob ihn hoch und stieß ihn dann auf den Tisch. Mir war sofort bewußt, warum sie es tat und auch, daß es eine gute Erziehungsmethode war und daß sie gerechtfertigt war und war ihr deshalb auch nicht böse. Ich habe dadurch gelernt, mich nicht gehen zu lassen.

Eine ähnliche Belehrung erhielt ich von meinem 05 Vater. Ich war mit meinem Vater allein im Wald und wir beluden einen Wagen und ich stöhnte. Mein Vater fuhr mich daraufhin sofort scharf an und auch das akzeptierte ich als gute Erziehung und habe mir es deshalb auch nicht angewöhnt und alles Leid klagen und Jammern auch nicht und auch nicht das Sprechen darüber. Das gab es bei meinem Vater nicht.

Meine Großmutter und mein Vater hatten eine andere Sache gemeinsam.

Meine Großmutter akzeptierte es nicht, wenn sie nicht respektiert wurde. Sie brach mit solchen Menschen die diplomatischen Beziehungen ab. Sie tat dies auch, wenn es um ihre Söhne ging. Ihr Friede war ihr wichtiger, als unbedingt ein gutes Verhältnis mit einigen ihrer Söhne zu haben, das ja dann, wenn der Respekt nicht aufgebracht wird, auch nicht wirklich ein gutes Verhältnis ist.

Und nun noch etwas von Waltraud Hilke:

Mit dem frühen Tode des Großvaters im Jahre 1926 war vieles anders geworden, vor allem kam die Frage auf, wer den Betrieb weiter führen sollte. Schwere Zeiten für Grossmama. Es gab Probleme zwischen den Geschwistern, außer meiner Mutter, noch keine der Töchter verheiratet oder mit einer fertigen Ausbildung. Fritz, der älteste Sohn hatte wohl eine Freundin und sah sich als Hoferbe, es lag aber kein Testament vor. Seine zukünftige Frau verlangte aber, dass Grossmama und die Kinder das Haus verlassen müßten und im Insthaus im Dorfe wohnen sollten. Dagegen wehrten sich die Schwestern, das verhinderte ihre Chance, einen ordentlichen Mann zu finden. Zuerst überredete man Emma, den Hof zu bewirtschaften, doch sie wollte nicht, verlobte sich mit einem Vetter ihrer Mutter, dem Reinhold Weiß. Ida, die Älteste war mehr für die Hauswirtschaft und begabt, die Kleidung der Familie in Ordnung zu halten, sie nähte, strickte und stickte. Man beschloß, sie zu verheiraten und suchte einen passenden Partner, per Annonce, so fand sie ihren Bruno Neumann aus Marienburg und zog nach der Hochzeit in Kranthau zu ihm in das Stadthaus. Das war meine erste bewußt erlebte Kranthauer Hochzeit, im Voilekleid mit Spitzen am Saum, Lackschuhen und Blumenkranz im Haar. August 1927. Durch Ida bekam Lina ihren Mann. Er begegnete ihr zuerst auf einer Bahnreise von Marienburg nach Kranthau-Horn, sie kam mit ihm ins Gespräch und erfuhr, dass er aus USA gekommen war, sich eine deutsche Frau zu suchen. Sie verwies ihn auf den Ball der Landwirte in Mohrungen, dort ist er seiner Lina gegegnet. Am 30. März 1930 war die Hochzeit in der Kirche in Eckersdorf, die besten Pferde waren vor die Landauer gespannt, um das Paar und die Gäste nach Eckersdorf zu fahren, wo Pastor Kalff sie traute.

Ich habe an einer anderen Person gesehen, daß sie die diplomatischen Beziehungen nicht abbrach, nachdem einige ihrer Kinder sie respektlos behandelten. Und ich habe auch gesehen, wie diese Person dadurch gelitten hat und nicht wirklich in Frieden lebte.

Und bei meinem Vater war es ähnlich wie bei meiner Großmutter, auch er akzeptierte kein Verhalten, das seinem Wunsch nach Frieden und Freiheit widersprach. In unserem Hause war es üblich, wenn Besucher anfingen positiv über totalitäre Systeme zu sprechen, mein Vater wie meine Mutter, mit der Kommunikation aufhörten. Es trat Stille ein. Und solche Besucher mit einer positiven Einstellung zum National-Sozialismus oder zum Kommunismus, verließen dann bald das Haus.

Bei meinem Vater ging dies soweit, daß er sein Leben aufs Spiel setzte.

Während des Dritten Reiches wurde ihm von den damaligen Herrschern gesagt, daß sie ihn brauchten, da er lebenswichtige Dinge auf sehr effektive Weise auf den Markt brachte, aber nachdem sie dann die Welt erobert hätten, würden sie ihn beseitigen. Diese Leute starben dann, nachdem ihr System nach recht kurzer Zeit zu einem Ende gekommen war, einen zum Teil sehr grausamen Tod, durch die erobernden Truppen, die es besonders auf Nazis abgesehen hatten und sie intensiv aufspürten. Mein Vater dagegen lebte noch über 20 Jahre in Frieden und Freiheit und erreichte ein normales Alter.

In dem Werk meiner Schwester Ellinor, "Dokumentation über Kranthau im Kreis Mohrungen/Ostpr.," 1985, steht auf Seite 223 folgende Aussage:

So, wie Großmutter Wilhelmine Mattern sonntags in den Psalmen las, …

Und in dem bereits erwähnten Bericht von Waltraud Hilke schreibt sie, daß sie im Winter 1927/28 als Kind von Löpen nach Kranthau zu ihrer Großmuttter gebracht wurde und dort heißt es:

Seite III

In der großen Wohnstube vor der Küche, wurde an Sonntagen der Tisch gedeckt. Am Vormittag hielt Grosmama eine Andacht und betete mit allen.

Seite IV

Großmama hatte hatte ein gutes Verhältnis zu ihrem Schwiegersohn.

Seite VI

Großmama und Tochter Lina, äußerlich schon sehr verschieden, u. so verschlossen Großmama war, so offen u. ansprechbar war Tante Lina, für mich. Sie hat mich oft ermuntert, auch mal kritisiert, aber immer im Positiven.

Meine Großmutter, so wie auch mein Vater, redeten nicht viel über weltliche Dinge. Sie waren eher die Ausnahme in einer Gesellschaft von weltlichen Menschen. Wenn es um wirklich wichtige Dinge ging, wenn mein Vater zum Beispiel uns Kindern von seinen Erlebnissen berichtete - er war Soldat in beiden Weltkriegen gewesen, er hatte als Gutsverwalter gearbeitet, er hatte in Amerika gelebt - dann waren seine Berichte wahre Fundgruben von gewonnener Lebenserfahrung.

Beide, meine Großmutter und mein Vater, leisteten dem Fürsten dieser Welt und seinen bewußten und unbewußten Dienern bewußt Widerstand; weltliche Dinge wurden effektiv und energisch gehandhabt, sie ließen sich aber nicht von der Welt und dem Gott dieser Welt unterkriegen, die Materie wurde von ihnen beherrscht und ganz sicherlich beherrschte die Materie nicht sie.

Und diese Lebensberichte unseres Vaters waren deshalb von so großer Bedeutung für uns Kinder, weil wir das Leben, das dieser Mann lebte, bestens kannten und von ihrer Echtheit Zeugnis ablegte.

Es waren etwa 6 km zum Fahren, um zur Kirche in Eckersdorf zu kommen. Ich hörte meine Mutter einmal sagen, daß Großmutter oft gedrängt hätte, am Sonntag anzuspannen und und zur Kirche zu fahren, also einen ziemlichen Aufwand zu treiben, und in Bad Salzdetfurth war die Kirche ganz nahe, sie war nur wenige Häuser weit weg, am Ende der gleichen kurzen Straße in der wir in der Mitte wohnten, und dort gehe sie kaum zur Kirche.

Nur war es so, daß zur Zeit des Dritten Reiches die Kirche verfolgt wurde, die Kirche, die nicht die Reichskirche war, sonder die die Bekennende Kirche genannt wurde, und die dadurch wieder näher zu Gott und seinem Wort rückte. Aber nach dem Krieg, und somit nach dem Ende des Regimes der Nazis, gab sich das wieder und entwickelte sich sogar zur Annäherung an den Kommunismus, wurde also wieder mehr Gott-gegensätzlich.

Ich bringe jetzt noch einmal einen Auszug aus Ellinors Werk, von Seite 202:

Pfarrer J. Kalff, Siegen, den 18.11.1948

Bescheinigung

Der Landwirt Walter Preuß aus Bad Salzdetfurth besaß in meiner früheren Kirchengemeinde Eckersdorf, Krs. Mohrungen/Ostrpreußen, einen ca. 45 ha großen Bauernhof. Während meiner Amtszeit dort (1931-1945) habe ich, da ich selbst als Bauernsohn auf einem Bauernhof aufgewachsen bin, Preuß als einen fachlich besonders tüchtigen Landwirt kennengelernt.

Preuß hat durch seinen intensive Ackerbau und seine Fruchtfolge aus seinem Boden Erträge erzielt, die weit über dem Durchschnitt lagen. Auch hatte er Dank seiner Kenntnisse gut Erfolge in der Viehzucht. Beachtung und Anerkennung weit über den Kreis hinaus aber fand P. durch seine außerordentlichen Erfolge im Hackfruchtbau und i der Schweinemast. Ich erinnere mich noch, daß P. bei einem Preisausschreiben der Landwirtschaftskammer über "Schweinezucht und –mast im Hinblick auf Kartoffeleinsilierung" den ersten Preis von Ostpreußen bekommen hat.

Auch Frau Lina Preuß ist eine fachlich gut geschulte, erfahrene und vorbildliche Bäuerin. Bis 1942 war sie anerkannte Lehrfrau für ländliche Hauswirtschaftslehrlinge. Sie unterhielt eine anerkannte Brüterei und Geflügelvermehrungszucht mit Bruteier Liefer-Betrieb. Ihr Ost- und Gemüsegarten lieferte große Erträge und in der Hauswirtschaft war sie stets vorbildlich.

P. war ein treues Glied unserer Kirchengemeinde und von Beginn der Bekennenden Kirche an deren eifriges Mitglied. In politischer Hinsicht hat er niemals ein Hehl aus seiner Gegnerschaft gegen den Nationalsozialismus gemacht und war dadurch viel Anfeindungen und Schwierigkeiten ausgesetzt.

Siegel

Gez.: Johannes Kalff, Pfarrer

Und nun wieder etwas von Waltraud Hilke:

In Kranthau waren die Probleme weit schwieriger, Tante Lina und Onkel Walter gehörten er "Bekennenden Kirche" an, und weigerten sich strikt, etwas mit den Nazis gemein zu haben. Rückhalt hatten sie bei dem Ehepaar Kallf in Eckersdorf, mit ihnen waren sie befreundet, nahmen regelmäßig an den Sonntagsgottesdiensten teil und hielten mit Grossmama Hausandachten ab.

Die sechs Töchter von meiner Großmutter waren bei 1941 alle verheiratet und lebten, außer meiner Mutter, nicht in Kranthau. Ida in Marienburg, Grete in Löpen, Emma in Reichau, Gertrud in Osterode und Edith in Preussisch Eylau. Tante Grete hatte einen Lehrling, und nach der Lehre wurde der Kontakt aufrechterhalten und war das Ziel der Flucht aus dem Osten in den Westen. Und plötzlich, im Jahr 1945 wohnten alle sechs Schwestern, einschließlich ihrer Mutter, wieder zusammen an einem Ort, in Bad Salzdetfurth. Und dann trafen auch ihre Männer dort ein, außer der Mann von Grete, der schon dort war, weil er schon älter war, Jahrgang 1889, und deshalb nicht Soldat war. Auch Großmutters jüngster Sohn, Bruno, und seine Familie, trafen dort wieder aufeinander.

Vier von der sechs Schwestern, und auch ihre Mutter, lebten bis zu ihrem Ende in Bad Salzdetfurth, und starben dort auch.

Ich habe einmal zu Georg Neumann gesagt, er würde doch unsere Großmutter 10 Jahre länger gekannt haben als ich und auch in einem besseren Alter und somit besserem Verständnis, was denn aus seiner Sicht unsere Großmutter für eine Person war.

Er dachte etwas nach und sagte dann, er habe einmal bei seinen vielen Besuchen bei uns und somit bei seiner Großmutter, sie gebeten, ihm zu erlauben, nach Horn zu gehen und sich Brausetabletten zu kaufen. Und sie habe darauf gesagt, bei uns auf dem Hof gäbe es alles, was zum Leben nötig ist, und da gäbe es keinen Grund, etwas einkaufenzugehen.

Er fand das wahrscheinlich nicht sehr gut. Ich fand die Reaktion meiner Großmutter großartig.

Meine Großmutter hatte vier Söhne. An die ersten drei kann ich mich nicht erinnern, es kann auch sein, daß ich ihnen nie begegnet bin. Hier noch einmal Waltraud, die über sie Auskunft gibt:

Im Hause lebten nun noch die beiden jüngsten Geschwister, Edith die noch zur Schule ging und Bruno für den man eine Lehrstelle als Gärtner suchte. Fritz hatte eine Kaufmannslehre in der Stadt gemacht und bekam einen Kolonialladen in Horn eingerichtet, den er mit seiner Frau betrieb, das Haus lag am Wege vom Dorf zum Bahnhof. Als Kind bin ich mit Tante Anna und Cousine Ursula bei ihm im Laden gewesen und er schenkte uns eine Tüte mit Bonbons. Anna war die Schwester meines Vaters, verheiratet mit dem Tischlermstr. Max Amling, dessen Werkstatt und Haus ganz in der Nähe stand. Onkel Osswald lernte Maurer und macht seine Meisterprüfung, Onkel Franz-Ehrich wurde Zimmermann und Baumeister. Alle haben geheiratet und Kinder bekommen.

Was kann man nun aus so einem Leben, wie das meiner Großmutter, lernen?

Ich habe meine Großmutter nur wenige Jahre gekannt, würde aber empfehlen, sie als Beispiel zu nehmen.

Ich habe immer meine Großmutter und meine Mutter verglichen, und das besonders in ihren Verhalten gegenüber ihren Kindern.

Meine Großmutter hat ein freches Verhalten nicht toleriert und somit in Frieden gelebt. Meine Mutter hat es toleriert, und hat deshalb ihren Frieden nicht gehabt.

Meine Großmutter hat sich von Verwandten, auch von besonders nahestehenden Verwandten, aber auch von anderen Menschen getrennt, wenn diese kein gottesfürchtiges Verhalten an den Tag legten.

Mein Mutter hat versucht, immer mit allen Menschen auszukommen, und besonders auch mit den Menschen der großen Verwandtschaft, und hat auch die Spaltungen zu überbrücken versucht, die das Nazi-Regime mitsichbrachte, nachdem das Regime sein Ende gefunden hatte.

Was war das Problem mit den Kindern? Daß sie sich anmaßten, von der Mutter zu fordern, daß die Mutter den Besitz der Mutter den Kindern übergibt, sie forderten, daß das, was der Mutter gehörte, sie an die Kinder aushändigt, sie wollten ihr diktieren, das Eigentum der Mutter den Kindern zu übertragen.

So etwas mitzuerleben ist eine traurige und enttäuschende Angelegenheit, da es sich um die Menschen handelt, die einem am nächsten stehen.

Aber so etwas vergeht. Man verhält sich so wie meine Großmutter - Regelverhalten.

Zieht darum weg aus ihrer Mitte, und sondert euch ab, spricht der Herr, und faßt nichts Unreines an. Dann will ich euch aufnehmen und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Herrscher über die ganze Schöpfung.

Diese Regel kommt von 2 Korinther 6,17-18.

Und diese Regel enthält auch gleich die Lösung zum Problem, die verlorenen Söhne und Töchter werden durch die des Herrn ersetzt.

 

GrosselternMattern2

1915
Von links:
1. Wilhelmine Mattern, geborene Weiß, geboren am 01.02.1872 in Himmelforth
2. Friedrich Leopold Mattern, geboren am 13.04.1862 in Kranthau
geheiratet am 06.12.1894 in Mohrungen

 

Meine Großmutter hatte eine goldene oder gold-farbene Uhr. Die hatte eine Schlaufe, um von einer Uhrkette zu hängen. Die Uhr war kleiner als eine Herren-Taschenuhr. Sie trug sie vielleicht an einer Halskette. Vielleicht war die Kette, die auf dem Bild zu sehen ist, diese Uhrenhalskette. Diese Uhr war meine erste Armbanduhr. Damals gab es besondere Uhrarmbänder für solche kleine Taschenuhren, Damen-Taschenuhren. Die wurde jeden Tag aufgezogen.

 

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