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Vater

 

Als ich noch bei meinen Eltern wohnte, bereitete ich mich einmal darauf vor, an einem Sonnabend abends auszugehen. Meine Eltern hatten Besuch und spielten Skat. Ich ging ins Wohnzimmer und sagte zu meinem Vater mit lauter Stimme, so das es alle hören konnten: Ich will jetzt ausgehen, wärest Du bereit, Dich an den entstehen Kosten zu beteiligen?

Mein Vater setzte eine Miene auf, als ob er schuldbewußt wäre, nicht von allein auf die Idee gekommen zu sein, seinen Sohn eine finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen.

Dann tat er seine Hand in die Hosentasche und zog sein Portemonnaie heraus.

Als nächstes zog er einen 20 D-Mark-Schein heraus und legte ihn auf den Tisch.

Ich streckte nun meine Hand aus, um den Schein zu ergreifen.

Bevor ich aber den Schein in meine Finger kriegen konnte, hat mein Vater mit einer schnellen Handbewegung den Schein geschnappt und mit einer Miene voller Zufriedenheit steckte er ihn wieder in sein Portemonnaie und sein Portemonnaie in die Hosentasche.

Ich war auch völlig zufrieden mit dem Ausgang unseres Spieles und der Reaktion meines Vaters.

Und mit einem zufriedenen Grinsen verabschiedete ich mich und ging aus.

Die Gäste waren wohl verwundert, was da passiert war. Meine Mutter sicherlich nicht.

Ich habe meine Eltern nie gebeten, mir Geld zu geben. Dieses Spiel, das ich mit meinem Vater so erfolgreich spielte, diente nur zur Demonstration dieser Situation, daß es nie nötig war, meinen Vater oder meine Mutter um Geld zu bitten. Das war für uns drei selbstverständlich.

Ich hatte von meinen Eltern niemals Taschengeld bekommen. Sie gaben mir, als ich Kind war, Unterkunft und Verpflegung und Kleidung und alles was ich benötigte. Wenn ich Geld benötigte, vielleicht für Dinge für die Schule, dann bekam ich das Geld. Wenn ich Brot einkaufen ging, dann gab mir meine Mutter eine Mark und die paar Pfennige Wechselgeld konnte ich behalten, und das Geld sparen und dann damit den Frisör bezahlen.

Ich hatte niemals Schwierigkeiten, mit Geld umzugehen. Ich hatte immer Geld in der Tasche. Ich gab einfach nie mehr Geld aus als ich einnahm. Ein einfaches Prinzip, aber ich stellte dann fest, daß es für viele Menschen überhaupt nicht einfach ist.

Ich bringe jetzt einmal eine Beschreibung eines Mannes, die gut auch auf meinen Vater paßt, es kann durchaus sein, daß mein Vater diesen Mann gekannt hat. Die Worte "Dohna Schlobitten" habe ich oft zuhause gehört.

Stauffenberg-Serie

Ein unabhängiger Geist, der Hitler früh misstraute

Die Gründe für Heinrich Graf zu Dohnas Widerstand gegen Hitler waren persönlicher Natur: Er war ebenso unabhängig wie urteilsstark. Vor Gericht gab er sogar mehr zu, als er musste.

Eines der häufigsten Vorurteile über die Mitverschworenen des 20. Juli lautet, sie seien doch früher selbst begeisterte Nazis und erst zum Widerstand bereit gewesen, als der Krieg bereits für alle sichtbar verloren war.

Auf Heinrich Graf zu Dohna jedenfalls trifft das nicht zu. Zusammen mit seiner Frau Maria-Agnes gehörte er von Anfang an zu den Gegnern Hitlers. Deswegen hat er auch schon früh – das war allerdings eine Besonderheit im Kreis der Widerstandsfamilien – das Urteil seiner vier Kinder geschärft, die sich jederzeit darüber im Klaren waren, was ihre Eltern über die politischen Ereignisse der Zeit dachten. "Sie wollten vermeiden, dass die Kinder womöglich auf ,deutsch-christliche' oder nationalsozialistische Einflüsse hereinfielen, und hielten es daher für unumgänglich, sie voll in ihre eigenen Gedankengänge hineinzuziehen", wird der Sohn Lothar später einmal schreiben.

Der Stolz darüber, dass der Vater sie immer wie Erwachsene ernst nahm, sie bei den Tischgesprächen zuhören ließ, wenn Carl Goerdeler oder andere Mitverschworene zu Besuch kamen, sie über die politische Einschätzung der Gäste im Haus informierte, hat ihnen dann sehr geholfen in jenen Tagen, als sie selbst mit der Gestapo zu tun hatten. Er prägt bis heute ihre Erinnerung an den Vater, der am 14. September 1944 in Plötzensee hingerichtet wurde, und an die Mutter, die erst die Sippenhaft und dann als Häftling Nummer 84.485 das KZ Ravensbrück überlebte.

Sucht man nach den Gründen für die frühe Gegnerschaft dieser Familie zu Hitler und dem NS-Regime, so findet sich eine ganze Reihe von biografischen Begründungssträngen – aber ausschlaggebend ist wohl doch eine Persönlichkeitsstruktur des Vaters, die schon ganz früh zutage trat: geistige Unabhängigkeit, Fähigkeit zum nüchternen Urteil, eine hohe Bereitschaft, sich vom Gemeinwesen in die Pflicht nehmen zu lassen – und persönliche Bescheidenheit.

Nach seiner Heirat 1920 mit Maria-Agnes von Borcke – "der oder keiner", soll sich die selbstbewusste junge Dame früh festgelegt haben – wechselte er in den Zivilberuf, wurde Landwirt und übernahm die Verwaltung des Gutes Tolksdorf, das seine Frau erbte.

Das Aufkommen der Nationalsozialisten war beiden Dohnas von Anfang an suspekt. "Schon im Jahre 1930 haben wir Bekannte gewarnt, die für unseren Geschmack viel zu leichtsinnig waren und den Hitler zu harmlos beurteilten", schreibt die Witwe Maria-Agnes 1983.

"Am 30. Januar 1933 hielten wir uns gerade in Berlin auf und waren ein paar Tage später bei einem Freund meines Mannes zum Essen eingeladen. Dort führte mich der General Blomberg. Er war gerade Minister geworden unter Hitler, und da fragte ich ihn: ,Wie können Sie bloß in dieser Regierung Minister werden?' Worauf er betonte, er fände die Regierung gut. Hitler würde es schon sehr gut machen. Da habe ich dann schließlich bloß noch gesagt: ,Wenn diese Naziregierung bleibt oder eine neue Naziregierung kommt, dann gibt es in fünf Jahren Krieg.' Die Generäle haben aber natürlich auf Frauen nicht gehört!"

Die entscheidende Vorprägung für das spätere Engagement Dohnas aber erfolgte in der Zeit des Kirchenkampfes in Ostpreußen, für die auch der Begriff "Widerstand" überliefert ist. "Dass er zu den Männern des 20. Juli gehörte, lag in der Linie seines Lebens. Er wusste sich dahin gestellt von demselben Herrn, der ihn zum Zeugnis der Bekennenden Kirche gerufen hatte. Beides war e i n Weg in seinem Leben. Beides ein vor den Menschen verlorener Weg", schrieb im protestantischen Sprachgebrauch und Predigerton seiner Zeit der Theologe Hans-Joachim Iwand.

Er hatte nicht nur als Dozent der Bekennenden Kirche, der lange in der Illegalität lehrte, Grund zu persönlicher Dankbarkeit. Dohna wurde zu einem Fels in den heftigen innerkirchlichen Auseinandersetzungen. In Ostpreußen hatten die Nationalsozialisten zum ersten Mal das Führerprinzip auch auf die Kirche übertragen und einen ihnen genehmen Bischof der NS-affinen, offen antisemitischen Deutschen Christen installiert. Als Reaktion kam es zur Gründung einer eigenen Kirchenliste "Evangelium und Gemeinde", bald darauf zum "Ostpreußischen Bruderrat", dem Dohna als Laie angehörte. Erhalten ist vom November 1934 ein Flugblatt von ihm, das er an seinen großen Bekanntenkreis verschickte, um für die Mitgliedschaft in der "Gemeinde unter dem Evangelium" zu werben und darum zu bitten, für die eigenen Pfarrer zu spenden, die "im schweren Kampf für unsere Kirche und unser Bekenntnis" stünden.

"Wir müssen uns hinter sie stellen. Es ist genug, wenn sie bereit sind, ihre Stellung und ihr Amt zu opfern." Es verwundert kaum, dass es bereits 1933 in Tolksdorf eine Hausdurchsuchung gab. Einschüchternde Wirkung hat sie offensichtlich nicht gehabt. Die Dohnas luden sogar zu einem Vortrag von Iwand ein.

Wie dicht an dem Kern seines christlichen und politischen Engagements dies alles war, lässt sich am besten in der Ansprache vom März 1935 zur Konfirmation seines ältesten Sohnes Carl Albrecht von Dohna (geboren 1921, gefallen 1941) nachvollziehen. Hier ist deutlich, wie sehr ein Vater seine Kinder auf eine Zeit harter Kämpfe und schwerer Anfechtungen vorzubereiten versucht. "Eltern sehen an einem solchen Tag voller Hoffnung auf den Lebenspfad, den ihr Kind schreiten soll, aber auch voller Sorge. … Viele Kinder und Jugendliche, die heute noch ohne Urteil sind, werden hinübergezogen in das Neuheidentum. Da heißt es dann: Das Christentum sei undeutsch, es mache untüchtig im Kampf, es verweichliche, Blut und Rasse stünden höher. ... Als Religion müssen wir beides ablehnen. Über beidem steht ein Schöpferwille, der sie schuf. Der Kampf für den Glauben ist Tradition in unserer Familie. Mag nun Gott dich rüsten, dass auch du ein Streiter wirst."

Nun bringe ich ein Gutachten:

Pfarrer J. Kalff, Siegen, den 18.11.1948

Bescheinigung

Der Landwirt Walter Preuß aus Bad Salzdetfurth besaß in meiner früheren Kirchengemeinde Eckersdorf, Krs. Mohrungen/Ostrpreußen, einen ca. 45 ha großen Bauernhof. Während meiner Amtszeit dort (1931-1945) habe ich, da ich selbst als Bauernsohn auf einem Bauernhof aufgewachsen bin, Preuß als einen fachlich besonders tüchtigen Landwirt kennengelernt.

Preuß hat durch seinen intensive Ackerbau und seine Fruchtfolge aus seinem Boden Erträge erzielt, die weit über dem Durchschnitt lagen. Auch hatte er Dank seiner Kenntnisse gut Erfolge in der Viehzucht. Beachtung und Anerkennung weit über den Kreis hinaus aber fand P. durch seine außerordentlichen Erfolge im Hackfruchtbau und in der Schweinemast. Ich erinnere mich noch, daß P. bei einem Preisausschreiben der Landwirtshaftskammer über "Schweinezucht und –mast im Hinblick auf Kartoffeleinsilierung" den ersten Preis von Ostpreußen bekommen hat.

Auch Frau Lina Preuß ist eine fachlich gut geschulte, erfahrene und vorbildliche Bäuerin. Bis 1942 war sie anerkannte Lehrfrau für ländliche Hauswirtschaftslehrlinge. Sie unterhielt eine anerkannte Brüterei und Geflügelvermehrungszucht mit Bruteier Liefer-Betrieb. Ihr Ost- und Gemüsegarten lieferte große Erträge und in der Hauswirtschaft war sie stets vorbildlich.

P. war ein treues Glied unserer Kirchengemeinde und von Beginn der Bekennenden Kirche an deren eifriges Mitglied. In politischer Hinsicht hat er niemals ein Hehl aus seiner Gegnerschaft gegen den Nationalsozialismus gemacht und war dadurch viel Anfeindungen und Schwierigkeiten ausgesetzt.

Siegel

Gez.: Johannes Kalff, Pfarrer

Mein Vater wuchs zuerst als Sohn eines Stellmachermeisters auf. Arbeiten mit Holz und mit Wagen und mit Rädern war also seine Welt. Dann kaufte sich sein Vater ein Gut und nun wurde seine Welt die Landwirtschaft, aber Landwirtschaft wird der Stellmachermeister wohl schon als Handwerksmeister nebenbei betrieben haben.

Ich bin als junger Mensch mehrere Male in Frankreich gewesen. Das war attraktiv dort hinzufahren, weil Adenauer und de Gaulle das so organisiert hatten, daß es da finanzielle Unterstützung gab, um dabei zu helfen, daß die Leute in den beiden Ländern sich verstehen lernen.

Mein Vater wollte auch da hin als er jung war, aber ihn und seine Kameraden wollten die Franzosen nicht nach Paris lassen. Es kam zu einer ziemlichen Auseinandersetzung und in der Geschichte ist diese Geschichte als der erste Weltkrieg eingegangen.

Als der erste Weltkrieg anfing, war mein Vater 16 Jahre alt. Er wußte genau, warum die deutschen Truppen nicht nach Paris durchkamen. Der Grund war einfach, daß sie es ihm nicht erlaubten, Soldat zu werden, mit dem fadenscheinigen Grund, er sei zu jung.

In den ersten beiden Jahren des ersten Weltkrieges arbeitet mein Vater mit den russischen Kriegsgefangenen zusammen auf seines Vaters Hof, wohnte bei ihnen und lernte ihre Sprache und war begeistert von was er hörte, über das Riesenreich Rußland, und es bekam sein Ziel im Leben.

Als er dann Soldat wurde und an die Front kam, sagte man ihm, er sei ja vom Bauernhof und sollte deshalb nach hinten gehen und sich um die Pferde kümmern. Und mein Vater war daraufhin ganz entrüstet und sagte denen, er sei nicht hierher gekommen, um Pferde zu hüten, sondern um den Feind zu besiegen.

Die haben ihn dann beruhigt, und ihm gesagt, er könne vorne bleiben.

Seine Geschichten vom ersten Weltkrieg waren hoch interessant und den Stellungskrieg und Grabenkrieg konnte man sich bildhaft vorstellen. Vom zweiten Weltkrieg hat mein Vater weniger erzählt. Eine Geschichte vom zweiten Weltkrieg war, daß er nur eine Kugel abgefeuert hat, und das war um ein Pferd zu schießen, um den russischen Kriegsgefangenen etwas zu essen zur Verfügung zu stellen.

Im zweiten Weltkrieg war er Bataillions-Waffenmeister, und meinte, daß ein deutsches Maschinengewehr nur richtig funktioniert, wenn es ganz sauber ist, und wenn ein russisches lange im Dreck gelegen hätte, könnte man es aufheben, und sofort damit schießen.

Als mein Vater einmal auf Urlaub von der Westfront im ersten Weltkrieg nach Hause kam, sei er als erstes in den Hühnerstall gegangen und habe dort 32 Eier getrunken. Die wollten also damals schon die Welt erobern, konnten aber ihre eigenen Soldaten nicht verpflegen.

Nach dem ersten Weltkrieg hatte sich meines Vaters Drang gen Osten, nach Rußland, verflüchtigt, er konnte gut ohne Lenin auskommen.

Seine Geschichten vom ersten Weltkrieg konnten recht blutrünstig werden und einmal hat ihn meine Mutter heftig unterbrochen und ihm gesagt, er soll solche Geschichten nicht den Kindern erzählen. Da haben wir uns diese Geschichte natürlich besonders gemerkt, denn sie mußte ja wichtig sein, denn sonst hätte ja unsere Mutter nicht interveniert. Mein Vater setzte dann eine sehr befriedigte Miene auf, denn es war ihm gelungen, meine Mutter aus der Reserve zu locken. Es war äußerst selten, daß meine Eltern in der Anwesenheit der Kinder sich gegenseitig korrigierten.

Auch wir Kinder wurden von unseren Eltern nicht in der Anwesenheit von anderen Menschen korrigiert. Wir nutzten das zum Teil aus, und tobten uns dann aus, wenn wir Besuch hatten, oder außer Haus waren.

Anderen Familienmitgliedern zu sagen, was und was sie nicht tun sollten, ist immer so eine Sache. Ich war einmal zu Gast bei einer Berliner Familie, zu Kaffee und Kuchen, und wir saßen am Tisch und die Mutter kam aus der Küche und schrie die Kinder an: Ihr sollt nicht Berlinern. Und die Kinder wechselten sofort in feinstes Hochdeutsch. Das dauerte aber nicht lange und sie waren wieder am berlinern. Der Vater kümmerte sich nicht darum. Dann kam die Mutter wieder aus der Küche und die Tochter sagte zu ihr im feinsten Hochdeutsch: Mutti, der Herr Preuß hat d r e i Löffel Zucker genommen. Nun schrie die Mutter ein zweites mal: Halt den Mund.

Blutrünstige Geschichten mögen vielleicht nicht sehr angenehm sein, aber sie sind Realität und das Leben, und ob man Kindern so etwas nicht erzählen sollte, ist recht zweifelhaft. Die Bibel ist voll von solchen Geschichten, und die Bibel sollte Kindern gelehrt werden. Was man Kindern nicht erzählen sollte, sind Lügen und Unwahrheiten, wie die Geschichte vom Weihnachtsmann und vom Osterhasen und vom Klapperstorch. Auch Märchenerzählen bringt nichts. Solche Zeit kann man viel besser damit verbringen, den Kindern Geschichten aus der Bibel oder aus den Werken von Jakob Lorber vorzulesen.

Mein Vater arbeite als Gutsverwalter und eine Geschichte, die er so erzählte, war die von der Gutsherrin, die mit ihrem weitärmeligen Kleid Essen am Tisch austeilte und wo das untere Ende des weiten Ärmels in die Soße tauchte und diese über den Tisch verteilte.

Die psychologische Seite solcher Geschichten war für mich immer interessant. Warum erzählt mein Vater so etwas? Was hält er von der Mode der Frauen?

Wenn mein Vater aus seiner Zeit als Gutsverwalter erzählte, dann fiel das Wort Dambitzen. Dieses Gut ist auf der Karte "Umgebung von Elbing"" zu sehen, östlich von Elbing.

Sein Ziel wurde der Westen und er lebte dann 2 Jahre in Amerika. Und von der Zeit gab es jede Menge Geschichten, an die ich mich erinnern kann.

Die psychologische Seite des Lebens war die interessante. Im Familien-Stammbaum gibt es die Werners. Meine Urgroßmutter war eine geborene Werner. Und Werners wohnten auch in Bad Salzdetfurth, waren also Verwandte von uns. Am besten kannte ich den Peter Werner, er hat wohl später Jura studiert und war dann Richter. Er und sein Vater waren große Skat- und Schachspieler und Peter Werner wollte mir das Schachspielen beibringen. Ich wurde also von ihm unterrichtet, sagte ihm dann aber, daß ich es aufgeben wolle. Mir wurde es schon beim Skatspielen oft langweilig, und ich versuchte nebenbei etwas zu lesen, aber so etwas ist nicht recht akzeptabel für die anderen Spieler. Aber beim Skatspielen ist noch der psychologische Aspekt da, beim Poker spielen vielleicht noch mehr, aber beim Schachspielen schien mir der zu sehr in den Hintergrund zu treten, und ich war wohl besorgt, mich beim Schachspielen noch mehr zu langweilen, als beim Skatspielen. Auch schien mir der Intellekt zu sehr im Vordergrund zu stehen und das Herz mehr im Hintergrund.

Ich habe mir dann das Skatspielen ganz abgewöhnt. Meine Zeit möchte ich nicht mit unnötigen Dingen verbringen. Das Leben auf dieser Erde ist sehr kurz und da sollte man es völlig zu sinnvollen Dingen benutzen, zur Weiterentwicklung der Seele. Auch halte ich Spielen für etwas für Kinder, wenn ein Erwachsener noch spielt, dann ist es ein Zeichen, daß er eigentlich noch nicht erwachsen ist. Dies gilt auch für Sport.

Ich bringe nun Auszüge von Webpages.

Es folgt ein Auszug aus "Herrschen" aus dem Buch "Die Imitationskirche" von Frank L. Preuß.

Ich werde Ihnen etwas über meine erste Musiklektion berichten. Eines Tages, als ich noch sehr jung war, fuhr mein Vater in die Stadt und nahm mich mit. Als wir zwei die Straße entlang gingen, ich hatte meine Hand fest in der Hand meines Vaters, hörten wir Musik. Zuhause war das Hören von Musik eine eher seltene Sache und so erweckte diese Musik sofort mein Interesse. Dann sahen wir eine Gruppe von Jungen in die Straße einbiegen, auf der wir waren. Sie befanden sich nicht auf dem Bürgersteig wie wir, sondern in Straßenmitte. Sie marschierten und waren in militärischer Formation und sie alle trugen Uniform. Die Jungen vorne trugen Musikinstrumente und spielten sie. Dieses wahrzunehmen, war also schon etwas für mich, und die Kombination von Bewegung und Klang zu sehen und zu hören, Jungen älter als ich in Uniformen gekleidet marschieren zu sehen und diese hoch interessanten Töne zu produzieren. Mein Vater war sich offensichtlich dieser meiner Reaktion sehr gewahr. Seine Reaktion auf meine Reaktion war, daß er seinen Mund öffnete und prophezeite. Er sagte, "Du wirst niemals zu ihnen gehören." Und dieses war nicht einfach eine Aussage wie man sie normalerweise ausspricht. Es war eine Äußerung voller Kraft und Absicht. Es war die Handlung eines starken Willens. Es war eine Prophezeiung und es war ein Befehl und es war voller entschlossener Willenskraft. Meines Vaters Reaktion war eine Aufklärung für mich und ließ mich Dinge im Zusammenhang sehen und verstehen. Mein Vater war in dieser Welt, er war aber nicht von dieser Welt, besonders nicht von der Welt dieses politischen Machtsystems zu dem diese Jungen gehörten. Es war ein System der Diktatur, übel, der negativen Dominanz und Brutalität. Es war ein System das uns und vielen Menschen überall auf der Welt Schaden und Leiden brachte. Und es war ein System das, zu der Zeit als ich diese ihre äußerliche Manifestation erfuhr, allmächtig war und so gut wie jeden Aspekt des öffentlichen Lebens kontrollierte. Diese Jugendorganisation zu der diese Jungen gehörten war zum Beispiel die einzige Organisation denen Jungen beitreten konnten und die überhaupt existieren durfte. Meines Vaters Äußerung machte mir einfach diese Situation klar, denn er war ein Mann der keine Vorbehalte hatte, seine Abneigung zu diesem System zu erklären. Ich war also mit einer Situation konfrontiert, in der meine Augen und meine Ohren, mein Sehen und mein Hören, besonders mein Hören, meine beiden Ohren, einer Dateneingabe ausgesetzt waren, die recht eindrucksvoll war - einerseits. Und andererseits wurde mir klar gemacht, daß der ganze Hintergrund dieser Sache übel und böse und unerwünscht war. So erhielt ich also meine erste Musiklektion. Nicht die Dinge die die Sinne aufnehmen, lernen und an den Verstand weiterleiten sind entscheidend, sondern was der Zweck und die Intention und das Ziel all dessen ist. Musik zu hören, kann eine ganz neutrale Sache sein. Und so auch eine Person zu sehen, einen Duft zu riechen, eine Nahrung zu schmecken, oder eine körperliche Berührung zu fühlen. Was ist aber der Hintergrund all dessen? Was kann diese Erfahrung der Sinne in unserem Leben kreieren? Sind wir davon berührt oder praktizieren wir Losgelöstsein? Bestimmt diese Erfahrung unser Leben und entscheidet sie wie unsere Erwiderung und unsere Reaktion ausfallen werden und sind wir an sie gefesselt, oder verfügen wir über die Fähigkeit, darüber zu stehen, und sind wir frei so zu reagieren wie wir es wirklich würden, wenn wir alles an unserer lange Lebenserfahrung und an unserem Gelernten und der von uns erworbenen Weisheit messen würden?

Wenn wir beim Hören bleiben, besonders beim Hören von Musik, dann könnte dies Marschmusik sein, die uns zu einem Leben von Krieg und Eroberung und Töten verleitet; es könnte mit einem Werbespruch verbunden sein, der uns dazu verleitet, Dinge zu kaufen, die uns schaden.

Es könnte sentimentale Musik sein, die verbunden mit Liedern ist, die uns zu einem romantischen Leben und sogenannter Liebe hinziehen. Es ist eine Riesenindustrie. Millionen von Menschen scheinen damit befaßt zu sein. Es handelt sich um die Beziehung zu einer anderen Person und besonders um die körperliche Beziehung. Wir haben uns ausführlich mit diesem Teil des Lebens beschäftigt. Neulich stieß ich auf eine Antwort auf die Frage ob man heiraten sollte - oder ob man nicht heiraten sollte - und fand diese Antwort so zur Sache gehörig und zutreffend und kurz und bündig und ausdrucksvoll, daß ich sie hier wiederholen will. Es spricht hier Sai Baba zu einem jungen Amerikaner, Howard Levin, der ein Nachfolger von ihm ist: "Heirate nicht," sagte Sai Baba ihm, "Keine mentale Freiheit; keine physische Freiheit." Ich glaube, daß dieses die Essenz unseres Themas recht gut wiedergibt und uns zeigt, daß der Input von oben, von der geistigen Seite immer präsent sein sollte, wenn der Input von den Sinnen aktiv ist.

Werden Sie Meister über Ihre Sinne.

Wie reagiere ich wenn ich eine körperliche Sinneswahrnehmung fühle? Ist meine erste Reaktion, daß ich sagen werde, daß ich einen Schlaganfall habe? Ist meine erste Reaktion, zu sagen, daß die Grippe angekommen ist? Wird mein Körper entscheiden was als nächstes passieren wird? Bin ich an das gefesselt, was in meinem Körper geschieht und was an ihm geschieht? Bin ich mein vergänglicher Leib oder bin ich mein unvergänglicher Geist? Gehorche ich dem, was mein Körper mir erzählt, oder habe ich meinen Leib dazu gebracht, meinem Willen zu gehorchen?

Mache ich aus meinem Körper einen Gott und einen Götzen und unterwerfe ich mich ihm und beherrscht er mich, oder habe ich das Sagen? Habe ich meinen Leib so erzogen, meinen Befehlen sofort zu gehorchen?

Mein Vater ist ein Prophet und er ist ein wahrer Prophet, denn was er prophezeite wurde wahr. Ich trat diesem Haufen niemals bei. Er bestimmte, was mir widerfahren würde. Er war mein Vater und war deshalb für mich und meinen Körper verantwortlich solange ich nicht erwachsen geworden war. Zu dem damaligen Zeitpunkt sah es nicht so aus, als ob ich es vermeiden könnte, ein Mitglied dieser Organisation zu werden. Einige Zeit später lebte ich in einer Stadt und dort gab es ein Gefängnis und dort saß der letzte Spitzenrepräsentant dieser Organisation. Er und sein Verein hatten ein schnelles Ende genommen.

Es folgt ein Auszug aus "Buch des Lebens" aus dem Buch "Die Imitationskirche" von Frank L. Preuß.

Mein Vater war ein Soldat und der Krieg fand ein Ende und seine Einheit sollte der siegreichen Seite übergeben werden. Am Tag bevor der Übergabe ging mein Vater ins Büro und bat, von der Armee entlassen zu werden, und die Reaktion war äußerste Empörung über solch ein Ansinnen und er wurde abgewiesen. Mein Vater ging daraufhin aus dem Büro, organisierte sich zivile Kleidung und machte sich auf den Weg, seine Familie zu finden. Er weigerte sich also, den Befehl zu befolgen, sich der anderen Seite zu übergeben. Einige Jahre später nun traf er einen Mann von seiner Einheit, der ihm erzählte, wie es ihnen ergangen war. Sie wurden alle den Siegern übergeben, einer Armee einer Demokratie, und diese wiederum übergab sie der Armee eines anderen Landes, eines Landes das eine Diktatur war, einer Armee gegen die sie eigentlich gekämpft hatten, und dort erhielten sie eine Behandlung, die ihnen jahrelange Kriegsgefangenschaft, viel Leiden und Hunger, und den Tod der meisten von ihnen einbrachte. Nur sehr wenige überlebten, einer war dieser Mann den mein Vater traf. Das System nun, das dieses Leiden verursachte, war ein völlig übles System, eine Diktatur die alle ihre Leute unterdrückte und die zusätzlich versuchte, den Rest der Welt zu erobern, um diese dann auch so schlecht zu behandeln oder noch schlimmer. Und das System das meinen Vater zwang Soldat zu sein, war von dem gleichen Kaliber, es war aber nun besiegt und hatte sein Ende gefunden. Mein Vater hörte also auf sein inneres Selbst und tat was für sein Überleben nur natürlich war und verweigerte den Befehl eines üblen Systems. So etwas erforderte natürlich Mut, und Leute die ihn nicht hatten, gingen den Weg der zu dem Zeitpunkt der einfachste zu sein schien, der aber in Wirklichkeit der Weg des Leidens und des Sterbens war. Manche haben nicht den Mut ihr eigenes Leben zu führen, sie haben sich zu sehr daran gewöhnt, den Befehlen eines totalitären Regimes zu gehorchen, und sind dadurch zu Sklaven geworden die ihren eigenen Willen verloren haben. Sogar als das System besiegt worden war und eigentlich gar nicht mehr existiere, waren Menschen noch von ihm und ihren Vertretern wie hypnotisiert. Es ist auch eine Frage, ein übles System zu erkennen und eine bewußte Entscheidung zu treffen, ihm zu widerstehen - nicht Teil dessen Denkweise zu werden. Und wenn dieses getan ist, dann ist der nächste Schritt die ganze Situation dazu zu benutzen, das Überwinden zu praktizieren - durch herausfordernde Ereignisse hindurchzugehen. Ängste zu überwinden, Steh- und Durchhaltevermögen aufzubauen, Charakter zu entwickeln, Selbstvertrauen.

Was kann man aus dem Leben eines Mannes wie dem, das mein Vater gelebt hat, lernen?

Am leichtesten kann man etwas lernen, wenn man Fehler beobachtet, die eigenen oder die anderer Menschen.

Mein Vater war ein außerordentlicher Mensch. Wir haben uns das angesehen. Aber ich will jetzt auf Dinge hinweisen, die uns helfen können, bestimmte Sachen zu vermeiden.

Mein Vater strebte weltlichen Besitz an. Das ist besonders verständlich für einen Farmer. Ein Bauer ohne Hof ist nicht so die richtige Sache. Er wollte eine Farm haben in Amerika. Physische Dinge anzustreben ist nicht richtig, wir streben geistige Dinge an. Wenn wir das Reich Gottes suchen und seine Gerechtigkeit, dann wird uns alles andere dazugegeben.

Materielle Dinge anzustreben ist falsch, und was noch schlimmer ist, ist sie dadurch zu erwerben, indem man Schulden macht. Mein Vater ging in Amerika zu seiner Bank und der Bankdirektor sagte ihm, da gibt es keinen finanziellen Grund, Ihnen keinen Kredit zu geben, aber wenn Sie farmen wollen, dann müßen Sie verheiratet sein, ohne Frau geht so was nicht.

Mein Vater hatte in Amerika eine viel größere Chance auf geistig aufgeweckte Menschen zu stoßen und somit selbst wiedergeboren zu werden, als in Deutschland. Er war in dem Alter, wo der Mensch anfängt sich den Fragen des Lebens zuzuwenden und nach dem Sinn des Lebens zu forschen. Er war frei und ungebunden und hätte sich nun den wirklichen Aufgaben des Lebens auf dieser Erde widmen können.

Wenn man die richtige Richtung seines Lebens finden will, sollte man sich an Gott wenden, sich nach innen kehren und nach innen forschen, auf keinen Fall sollte man sich Rat bei einem Bankmenschen holen, besonders auch nicht in finanziellen Dingen und noch viel weniger in Dingen wie Heirat.

Ich habe mich mit der Frage des Heiratens beschäftigt, eingehend. Ich empfehle Heiraten?.

Er wollte nun eine deutsche Frau heiraten, fand aber eine die schon eine Farm hatte, und brauchte nun keine Schulden machen. Mit seinen amerikanischen Kenntnissen vom Farmen hatte er Wettbewerbsvorteile und versprach sich sogar mehr Erfolg in Deutschland als in Amerika. Dann kommt noch hinzu, daß 1929, als er Amerika verließ, dort wirtschaftliche Probleme anfingen, die praktisch bis zu Beginn des zweiten Weltkrieges dauerten.

Die Heirat brachte aber zwei Zwänge mit sich, einmal war er kein freier Mann mehr, er war einen offiziellen Vertrag eingegangen, seinen Körper einer anderen Person zu deren Verfügung zu stellen, und das bedeutet viel, unter anderem, Verlust der Freizügigkeit, ohne Erlaubnis des Partners kann man nicht den Ort wechseln.

Und der zweite Zwang war, daß die Frau Schulden hatte. Um den Betrieb zu übernehmen, mußte sie Verpflichtungen gegenüber den anderen Erben eingehen. Und diese Schulden bekamen nun auch seine Schulden.

Das alles scheint nun aber ganz normale Lebenserfahrung von vielen Menschen zu sein und man kann darin vielleicht nichts Unnormales erblicken.

Aber 3 Jahre danach fand er sich in einer Diktatur wieder.

Wäre er frei gewesen, hätte er sich geruhsam auf seine Abreise vorbereiten können, er hätte vielleicht nicht so gute wirtschaftliche Bedingungen in Amerika vorgefunden, wie bei seiner ersten Ankunft dort, aber er wäre wieder ein freier Mensch gewesen.

Das einzige Problem das ich hier sehe, ist daß ich ein Problem gehabt hätte, Eltern zu finden, die so einen hohen Grad von Aufrichtigkeit und Rechtschaffenheit hatten.

Diese Sache mit dem Auswählen der Eltern wird hier auf dieser Website noch besonders behandelt. Das Wesen der Seele spricht vor der Verkörperung als Mensch mit und erwählt sich selbst Menschen zu ihrer Einzeugung ins Fleisch, siehe B.D. NR. 4618.

Da gibt es einen anderen Grund, warum das Schuldenmachen so negative ist. Wenn man Schulden macht, tut man das, um materielle Dinge damit zu erwerben oder um das Geld in ein Unternehmen zu stecken, damit man Gewinn macht. Man strebt materiellen Besitz an. Und das ist der Hinderungsgrund, warum man es, den materiellen Besitz, nicht erhält oder wenn man ihn erhält, er einem kein Glück bringt. Denn nur dann wird Gott uns materiellen Besitz geben, wenn wir das Streben danach aufgegeben haben, und damit angefangen haben, geistige Reichtümer anzustreben.

Und das ist der Grund, warum geistig strebende Menschen, trotzdem sie keine materiellen Güter anstreben, ausreichend mit allem versorgt werden, und das die Fülle, von Gott, und dabei auch glücklich und zufrieden sind.

 

Hufbeschlag

 

Von links:
1   Geselle von Schmiedemeister Meier, in Bad Salzdetfurth, Unterstraße
2   Walter Preuß
3   Waldmeister ?

 

Da gibt es ein Erlebnis, das so etwa zu der Zeit geschehen ist, als dies Foto entstand. Wir waren alle am Arbeiten. Ich war noch ein Kind. Plötzlich beklagte sich ein Mann und sagte, er habe sich verhoben. Da hat mein Vater diesen Mann behandelt. Mein Vater hat sich hinter diesen Mann gestellt und sich auf etwas gestellt, so daß er höher stand als der Mann. Der Mann hat seine Arme hochgehoben und mein Vater hat seine eigenen Arme um den Brustkorb des Mannes gelegt und mit seinen Händen seine Arme festgehalten und dem Mann gesagt, er soll seine Arme wieder runter nehmen und auch festhalten. Dann hat mein Vater den Mann hochgehoben und ihn dann fallengelassen, aber bevor die Füße des Mannes den Boden erreichten, hat mein Vater den Mann aufgefangen und dadurch den Körper des Mannes ruckartig gestreckt. Danach wurde weitergearbeitet und der Mann hat sich nicht mehr über etwas beschwert. Dieses Erlebnis hat dazu geführt, daß ich die Arbeit eines Chiropraktikers für etwas ganz Natürliches halte.

 

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