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Kranthau

 

Inhalt
kr1 kr2 kr3
kr4 kr5 kr6

 

Diese Webpage hat die Karte Kranthau zum Inhalt.

Die Karte Kranthau ist in 6 Graphiken aufgeteilt.

Die Karte wurde von Ostpreußen mitgebracht und alle Handeintragungen stammen von Familienmitgliedern.

Die 6 Graphiken sind die 3 oberen Teile der Karte und die 3 unteren, in der folgenden Anordnung:
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kr1 kr2 kr3
kr4 kr5 kr6

Den Grafiken folgen jeweils Beschreibungen von Einzelheiten. Die Beschreibungen beziehen sich oft auf die Webpage Flucht-Tagebuch. Die Verwandtschaftsverhältnisse, zumindest der meiner Vorfahren, können in der Ahnentafel nachverfolgt werden.

Die Originalgröße der Karte kann man auf dem Bildschirm dadurch erhalten, daß man den Browser größenmäßig so einstellt, daß die 5 Zentimeter, die links oben, vertikal, auf kr1 gezeigt werden, auch auf dem Bildschirm 5 Zentimeter sind. Und das kann man wieder dadurch überprüfen, daß die Breite der Grafik etwa 21 cm beträgt, der Breite eines DIN A 4 Blattes.

Da der Maßstab der Karte 1:25000 ist, kann man dann, wenn die 5 Zentimeter, die oben auf kr1 zu sehen sind, auch auf dem Bildschirm 5 Zentimeter sind, mit einem Zentimetermaß auf dem Bildschirm Entfernungen messen. Vier Zentimeter sind dann 1 Kilometer der Natur.

Eine gute Art diese Webpage zu lesen, ist sie zwei mal, in zwei verschiedenen Fenstern, zu öffnen und auf der einen Seite den Text und auf der anderen Seite die Kartenausschnitte zu haben.

Es folgt jetzt die erste Grafik, es ist kr1, es ist das linke obere Sechstel der Karte.

 

^    kr1

kr1

 

Auf diesem ersten Teil der Karte Kranthau, kr1, dem Sechstel der linken oberen Ecke sind folgende Einzelheiten zu sehen:

Ganz links oben ist eine Bleistift-Notiz, die so aussieht wie "aj 1,20" - ich nehme an, daß das eine Eintragung des Verkäufers der Karte ist und daß die Karte 1,20 Mark gekostet hat.

Die etwas tiefer stehende Handeintragung bezüglich des Maßstabes im oberen Randbereich und die Handeintragung im linken Rand, die die 5 cm zeigt, sind auch Bleistifteintragungen. Die habe ich vor Jahren dort gemacht.

Links vom Wort Kranthau und von den Gehöften in Kranthau gibt es eine weitere Handeintragung, die mit dem Lineal und mit schwarzer oder blauer Tinte gemachte wurde. Sie zeigt die Grenzen des Besitzes der Familie Preuß und zwar die südlichen und die östlichen Grenzen, und wurde sicherlich von Mitgliedern der Familie Preuß gemacht.

Die nördlichen und die westlichen Grenzen des Besitzes Preuß bilden die Ufer des Narien-Sees.

Der Hof Preuß ist mitten im Besitz, und Hof und Land sind auf einer Halbinsel des Narien-Sees, am süd-westlichen Ende des Sees.

Auf der nächsten Webpage, Heimatkarte des Kreises Mohrungen sind auch solche Handeintragungen. Und dort sind noch zusätzlich der Waldanteil gezeigt und auch ein Teil des Besitzes direkt im Dorf.

Beide Karten wurden von der Familie Preuß im Jahr 1945 aus Ostpreußen mitgebracht.

Eine weitere Handeintragung ist gleich unter den 5 cm zu sehen, da hat jemand die Straße nach Mohrungen verlängert und auch "nach Mohrungen" oder so etwas darunter geschrieben, trotzdem das auch ganz klein im Rand gedruckt ist.

Eine weitere Handeintragung ist eine rote Linie, die von der untersten Ecke des Grundstücks Preuß nach Süden geht, hin zur Straße nach Mohrungen.

Das ist das, was im Flucht-Tagebuch als der Weg über Steckels Feld bezeichnet wird. Dort heißt es: Über unser und Nachbar Steckels Feld bis zur Chaussee.

Dieser Weg wurde ausnahmsweise am 21. Januar 1945 für ein Fahrzeug benutzt. Normalerweise wurde dieser Weg nur von Fußgängern benutzt, um zum Beispiel zum Bahnhof Horn zu kommen.

Am 21. Januar 1945 nahmen wir also diesen Weg, den Weg vom Hof zur südlichen Ecke des Grundstücks und dann über Steckels Feld zur Chaussee und dann nach Mohrungen.

Der Wasserspiegel des Nariensees war 104,9 m über dem Meeresspiegel und der höchste Punkt unseres Besitzes war 125,2 m, also 20,3 m überm Nariensee. Der Himmelsberg, gleich über dem Wort Kranthau, war 144,6 m hoch. Das Gelände nörlich von Kranthau, war gemäß dieser Karte hügelig, und wurde deshalb wohl nicht für Felder benutzt, sondern als Wald.

Der Ort Horn war etwa 2 km von unserem Hof weg, der Bahnhof Horn aber nur etwa 1 km.

Unser Besitz, wie seine Grenzen hier handschriftlich eingetragen sind, hat etwa die Abmessungen 0,5 km x 0,7 km und das sind 0,35 Quadratkilometer oder 35 Hektar. Dazu kommt dann noch das Waldgebiet und ein Gebiet am Dorf. Alles zusammen sollen es 45,69 Hektar gewesen sein: "Unser Hofbesitz in Kranthau (Abbau überm See) war eingetragen in Band 1 Bl. 7 mit 45,69 ha (182 Morgen), das waren 31 ha Acker, 1,69 ha Wiesen, 3 ha Weiden u. 10 ha Forst."

Da gibt es eine Eintragung über den naheliegendsten Nachbarort von Kranthau. Es ist Klein Luzeinen. Es liegt östlich von Kranthau, an dem Süd-Ost-Ende des Nariensees, 01.02.1946: "Die junge Frau Lange aus Klein Luzainen wurde von den Russen erschossen, als sie trotz Verbot der Russen doch noch das Vieh füttern gegangen ist. Ihr Sohn ist am 3.11. mit rausgekommen."

Der Ort Horn, südlich von Kranthau, hatte außer dem Bahnhof auch Einkaufsmöglichkeiten, Handwerker, Schule, Post.

Über den Bruder meiner Mutter, Fritz, schreibt meine Cousine Waltraud Hilke, geboren Gehrmann: "Fritz hatte eine Kaufmannslehre in der Stadt gemacht und bekam einen Kolonialladen in Horn eingerichtet, den er mit seiner Frau betrieb, das Haus lag am Wege vom Dorf zum Bahnhof. Als Kind bin ich mit Tante Anna und Cousine Ursula bei ihm im Laden gewesen und er schenkte uns eine Tüte mit Bonbons. Anna war die Schwester meines Vaters, verheiratet mit dem Tischlermstr. Max Amling, dessen Werkstatt und Haus ganz in der Nähe stand."

Mein Onkel Richard Gehrmann wurde am 19.5.1889 in Horn geboren. Er war der Mann von Grete Gehrmann, geborene Mattern, eine Schwester meiner Mutter.

Die Chaussee, die von Mohrungen kommt, geht dann weiter um den See herum, nach Reichau. Ich kann mich an diese Chaussee erinnern, und an einen Opel-Blitz der darauf fuhr.

Westlich von unserem Hof, auf der anderen Seite des Arms des Narien-Sees ist der Tierwinkel zu sehen. Vor dort hörte man Nachts manchmal Hundegebell.

Nördlich vom Tierwinkel steht Güldenboden. Das wird wohl nur der Anfang von Güldenboden sein. In Güldenboden wohnten die Kreddigs, Verwandte meiner Mutter.

Ganz rechts unten ist Neumannsruh. In den Familienunterlagen befindet sich folgende Information über die Nachbarorte von Kranthau: Das Gut Neumannsruh, Besitzer Kreddig, Arthur, war 600 Morgen groß.

Jetzt folgt die zweite Grafik, es ist kr2, es ist das mittlere obere Sechstel der Karte.

Danach folgen dann wieder Beschreibungen von Einzelheiten.

 

^    kr2

kr2

 

Auf diesem zweiten Teil der Karte Kranthau, kr2, dem Sechstel in der Mitte oben, sind folgende Einzelheiten zu sehen:

Ganz oben im Randbereich der Karte, gleich unter der Kartenüberschrift "Locken," steht "Reichau." Und über Reichau steht 717. Das könnte das Meßtischblatt 717 sein.

Nach Reichau sind wir oft gefahren. Dort wohnte die Familie Weiß. Emma Weiß war eine Schwester meiner Mutter.

Das Dorf Willnau, nördlich von Kl. Luzeinen, ganz oben links, wird im Flucht-Tagebuch erwähnt, am 09.02.1946.

Und jetzt folgt die dritte Grafik, es ist kr3, es ist das obere rechte Sechstel der Karte.

Die Beschreibungen von Einzelheiten folgen danach.

 

^    kr3

kr3

 

Auf diesem dritten Teil der Karte Kranthau, kr3, dem rechten oberen Sechstel, ist folgende Einzelheit zu sehen:

Der Fluß Passarge.

Östlich der Passarge begann das Ermland. Dieses Wort Ermland habe ich oft gehört.

Ich glaube, dieses Gebiet war katholisch. Und das kam wohl daher, daß das Ermland erst später als der Rest von Ostpreußen zu Preußen kam. Preußen war ja ursprünglich Brandenburg und wurde dann Preußen genannt, weil Preußen, also West- und Ostpreußen, nicht zum Reich gehörten, und mit dem neuen Namen Preußen war dann wohl auch mehr Unabhängigkeit vom Reich gegeben und man konnte dann auch ein Königreich sein. Als der Herrscher von Brandenburg, ich glaube es war in Spandau, Protestant wurde, wurden automatisch alle seine Untertan Protestanten. Da das Ermland dann erst später dazukam, konnten die wohl Katholiken bleiben. Da war dann der Herrscher nicht mehr ein so absoluter Herrscher.

Die Karte Königreich Preußen zeigt das Ermland.

Und nun die vierte Grafik, kr4, es ist das untere linke Sechstel der Karte.

Die Beschreibungen von Einzelheiten folgen danach.

 

^    kr4

kr4

 

In Eckersdorf war die Kirche.

Die Kirche innerhalb des Ortes ist klar sichtbar auf der Karte.

Nun die fünfte Grafik, kr5, es ist das untere mittlere Sechstel der Karte.

Die Beschreibungen von Einzelheiten folgen danach.

 

^    kr5

kr5

 

Die Karte ist nach Locken benannt, weil es wohl der größte Ort auf der Karte ist.

Locken liegt im Kreis Osterode.

Unten auf der Karte gibt es diese Eintragung: "Reichsamt für Landesaufnahme, berichtigt 1930". Diese Karte wurde also 1930 revidiert. Meine Eltern bauten für einen Arbeiter ein Haus neben dem Weg zum Dorf Kranthau; und das war 1937, und dieses Haus wird also, korrekterweise, nicht gezeigt.

Nun zur sechsten Grafik, kr6, es ist das untere rechte Sechstel der Karte.

Dieser Ausschnitt der Karte bildet dann auch das Ende dieser Webpage.

 

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kr6

 

 

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